Mietausfallversicherung (GLI): Garantien, Bedingungen und Kosten
Aktualisiert am 6. Juli 2026 · 6 Min. Lesezeit
Um sich gegen Zahlungsausfälle abzusichern, kann der Vermieter eine Mietausfallversicherung (garantie loyers impayés, GLI) abschließen. Sie deckt ausgefallene Mieten und oft auch Schäden und Verfahrenskosten ab. Sie unterliegt strengen Bedingungen bei der Mieterauswahl und steht neben Alternativen wie der caution (Bürgschaft) oder VISALE.
Was die GLI abdeckt
Die Mietausfallversicherung entschädigt den Vermieter, wenn der Mieter die Zahlung einstellt. Je nach Vertrag deckt sie:
- ausgefallene Mieten und Nebenkosten, oft ohne Selbstbehalt oder strikte Höchstdauer;
- Mietschäden über die Kaution hinaus;
- Streit- und Verfahrenskosten (commissaire de justice, Gerichtsvollzieher, Anwalt);
- bei bestimmten Formeln den Mietleerstand.
Die Bonitätsbedingungen des Mieters
Der Versicherer verlangt einen als zahlungsfähig geltenden Mieter: eine angemessene Belastungsquote (die Miete oft höchstens ein Drittel des Einkommens) und eine stabile Lage (unbefristeter Vertrag außerhalb der Probezeit, belegte Einkünfte). Eine Akte außerhalb der Kriterien kann die Entschädigung ausschließen: Die Auswahl beim Einzug bedingt den Versicherungsschutz.
Kosten und Kombination mit einer caution
Die GLI kostet in der Regel einen geringen Prozentsatz der Miete inklusive Nebenkosten und ist im tatsächlichen Regime von den Einkünften aus Grundvermögen abziehbar. Grundsätzlich darf ein Vermieter eine GLI nicht mit einem cautionnement (Bürgschaft) kombinieren, außer wenn der Mieter Student oder Auszubildender ist.
Die kostenlose Alternative VISALE
VISALE, ein Angebot von Action Logement, bürgt kostenlos für viele berechtigte Mieter und erstattet dem Vermieter Zahlungsausfälle im vorgesehenen Rahmen. Es ist eine kostenlose Alternative zur GLI, die je nach Mieterprofil zu vergleichen ist. Nicht zu verwechseln mit der assurance PNO (propriétaire non occupant, Versicherung für nicht selbst nutzende Eigentümer), die die Haftung des Eigentümers abdeckt und nicht die Zahlungsausfälle.
Häufige Fragen
- GLI oder VISALE: was wählen?
- VISALE ist kostenlos, aber berechtigten Mietern vorbehalten; die GLI ist kostenpflichtig, aber umfassender (Schäden, Kosten) und für mehr zahlungsfähige Profile offen. Die Wahl hängt von der Akte des Mieters ab.
- Kann man GLI und Bürgen kombinieren?
- Nein, grundsätzlich ist die Kombination einer GLI mit einem cautionnement untersagt, außer wenn der Mieter Student oder Auszubildender ist.
- Ist die GLI steuerlich abziehbar?
- Ja, die GLI-Prämie ist im tatsächlichen Regime von den Einkünften aus Grundvermögen abziehbar, als Verwaltungskosten und Aufwendungen des Vermieters.