Mietanpassung und IRL-Index: wie und wann die Miete erhöhen
Aktualisiert am 1. Juli 2026 · 5 Min. Lesezeit
Der Vermieter darf die Miete einmal pro Jahr anpassen, sofern der Mietvertrag eine Anpassungsklausel enthält, anhand des von der INSEE veröffentlichten IRL-Index. Hier sind die Regeln.
Die Anpassungsklausel ist unverzichtbar
Ohne Anpassungsklausel im Mietvertrag ist keine jährliche Erhöhung möglich: Die Miete bleibt für die gesamte Laufzeit fest. Die Klausel nennt den Referenzindex und das Anpassungsdatum.
Die Berechnungsformel
Neue Miete = aktuelle Miete × (IRL des Referenzquartals / IRL desselben Quartals des Vorjahres). Die Erhöhung ist somit durch die Entwicklung des IRL begrenzt — sie kann nicht frei festgelegt werden.
Datum und Frist
Die Anpassung wird zu dem im Mietvertrag festgelegten Datum wirksam. Der Vermieter hat ab diesem Datum ein Jahr Zeit, sie anzuwenden; danach ist die Anpassung für das Jahr verloren. Eine automatische Erinnerung verhindert, dass man sie verpasst.
Häufige Fragen
- Kann die Miete ohne Vertragsklausel erhöht werden?
- Nein. Ohne Anpassungsklausel kann die Miete während des Mietvertrags nicht erhöht werden (außer in Sonderfällen wie Verbesserungsarbeiten).
- Was, wenn ich die Mietanpassung vergesse?
- Die Anpassung ist über ein Jahr hinaus nicht rückwirkend: Verpassen Sie das Zeitfenster, verlieren Sie die Erhöhung für dieses Jahr.